Geschichte

Die Grundgestalt unserer Gemeinschaft, ein »Weltliches Institut«, war zur Zeit ihrer Gründung 1947 ein neuer Weg für Menschen, die ein Gespür für die Zeichen ihrer Zeit, für ihre Chancen und Nöte hatten und davon bewegt in eine engere Nachfolge Jesu treten wollten. Das Neue bestand darin, die Lebensform der evangelischen Räte (Gehorsam/Verfügbarkeit, Ehelosigkeit/Keuschheit und Armut) mitten in der Welt ohne besonderes äußeres Zeichen zu leben.
Die erste Fassung der Regel wurde 1947, die zweite 1957 vom Gründer der Gemeinschaft formuliert. Die heute gültige Fassung wurde 1988 kirchlich anerkannt.

Gründer und erste Frohbotinnen

Msgr. Dr. Edwin Fasching geboren 1909, war Priester, wurde 1939 mit der Errichtung des Seelsorgeamtes in Vorarlberg beauftragt und starb 1957.
Ihm war eine weltoffene Kirche das Anliegen, das er mit großer Zielstrebigkeit und ganzer Hingabe verfolgte. Er war überzeugt, dass Weltoffenheit im Geiste Jesu besonders von der Heiligen Schrift geprägt und getragen sein soll, um die Realität unseres Daseins im Lichte des Wortes Gottes zu sehen.
Nach den Wirren und dunklen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) begann eine Gruppe von sieben Frauen 1947 als Weltgemeinschaft (Säkularinstitut – geistliche Gemeinschaft der katholischen Kirche) ihren Weg. Der Tag ihres ersten Versprechens, das Herz-Jesu-Fest am 13. Juni 1947 gilt als der Gründungstag unserer Gemeinschaft.

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Wegmarken

1945
Schon vor der Gründung der Gemeinschaft beginnt Dr. Fasching mit Kursen, vor allem Einkehrtagen und Exerzitien, und auch klassischer Erwachsenenbildungsarbeit. Dazu gelingt es ihm, das in der NS-Zeit besetzte Erholungsheim des kath. Frauenbundes in Batschuns (als Haus der Frohbotschaft bekannt, heute Haus Batschuns, Flüchtlingsunterkunft) zunächst als Jugendhaus, dann als Bildungshaus zu bekommen.

1947
Msgr. Dr. Edwin Fasching, Leiter des Seelsorgeamtes Feldkirch/ Vorarlberg, erhält vom zuständigen Bischof die Zusage, eine sogenannte „Weltgemeinschaft“ – Säkularinstitut – gründen zu können. Am 13. Juni 1947 erfolgt die Gründung mit dem Versprechen von 7 Frauen, diesen neuen Weg mitten in der Welt, mitten unter den Menschen zu gehen. Ein erster Satzungsentwurf unter dem Leitwort: „Armen die Frohbotschaft bringen…“ (Lk 4,18f) liegt vor.

1948
Die ersten „Frohbotinnen“ legen ihre Gelübde ab.

1957
Der Gründer der Gemeinschaft, Msgr. Dr. Fasching, stirbt im Alter von 48 Jahren.

1966
Die Gemeinschaft beginnt einen intensiven Prozess der Auseinandersetzung mit den Aussagen des II. Vatikanischen Konzils und mit den rasch sich ändernden gesellschaftlichen Situationen im Hinblick auf die Grundanliegen und Wege des Werkes der Frohbotschaft Batschuns.

1988
Der 1966 begonnene Reformprozess findet mit der Approbation einer neuen Regel einen vorläufigen Abschluss.

1995
Mit der Entwicklung des Freundeskreises beginnt eine neue Etappe der Gemeinschaft.
Frauen und Männer, Ehepaare, Priester und Laien schließen sich zu einer eigenständigen Gruppe zusammen. Sie sind mit der Gemeinschaft der Frohbotinnen in der Sendung und der biblisch orientierten Spiritualität verbunden.

2016
Das Werk der Frohbotschaft Batschuns übersiedelt mit dem Haus der Gemeinschaft von Batschuns nach Dornbirn.

Gründer Dr. Edwin Fasching

Erste Leiterin Hilde Schmidt

Literatur

vom aufbruch erzählen
Frauen auf dem Weg zur Gemeinschaft
"Werk der Frohbotschaft Batschuns"

Hrsg. Herbert Gassner, Christoph Schindegger, Eva Schmetterer, Susanne Winder
Verlag Die Quelle 2006,
235 Seiten, broschürt