Studientag mit Dr. Andreas Batlogg am 7. August 2026
Studientag mit Dr. Andreas Batlogg am 7. August 2026 im Bildungshaus Batschuns
Botschafter der Zuversicht: Ja, zu leben in Ungewissheit und Unsicherheit
Rückblick:
Eine Fülle von Impulsen und Anregungen zum Nach-denken brachte für mich der Studientag mit Andreas Batlogg SJ – Danke den Frohbotinnen für diese Möglichkeit!
„Wege in die Tiefe“ (T. Halík) zu suchen und zu gehen als Wegweiser, um mit Zuversicht – im Sinne von „ehrfurchtsvoller, mutiger, kühner, freimütiger, vertrauender und kraftvoller Sicht und Betrachtungsweise“ – den „Stachel des Evangeliums“ in Gesellschaft und Kirche offenzuhalten und einzubringen, ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam leben können.
Was trägt und wie gelingt es, die „Auferstehung des Vertrauens“ zu fördern, damit eine geschwisterlich positive Grundstimmung erfahren werden kann? Den Studientag erlebte ich auch als Einladung, weiterhin die Hoffnungsgeschichten der Bibel lebendig werden zu lassen, um miteinander dem Leben selbst näher zu kommen … Danke an alle für die vielfältigen Begegnungen „zwischendurch“!
Christian Kopf (Leiter Frohbotschaft.Heute)
Verwendete Zitate vom Referenten, die ermutigen und zum Nachdenken anregen können:
Aus Politik und Gesellschaft
- „Bleiben Sie zuversichtlich“ [Ingo Zamperoni nach ARD-Tagesthemen zur Zeit der Corona-Krise: „Ich habe einen Satz gesucht, aber gedacht, dass mich irgendwann vielleicht mal ein Satz findet. Und das ist mit „Bleiben Sie zuversichtlich“ geschehen.“]
- MUTeinander [Lange Nacht der Kirchen 2026 Burgenland: Mit dem Wortspiel MUTeinander wollen wir den Themenkreis Mut um die Aspekte miteinander bzw. einander Mut machen erweitern. Als biblisches Fundament dient die Bibelstelle: „Fasse Mut, steh auf!“ vgl. Markus 10,49]
- Hans Joas (Soziologe und Sozialphilosoph): Die Kirche ist mehr als Verein oder Partei, und man muss nicht gleich an ihre göttliche Stiftung appellieren, um ein Gespür für dieses Mehr zu wecken.
- Heribert Prantl (Journalist): „Kirche ist … das, was es ohne sie nicht gäbe. Es gäbe nicht Räume der großen Stille und des großen Innehaltens …
Es gäbe nicht den Raum, in dem Wörter wie Barmherzigkeit, Seligkeit und Gnade ihren Platz haben.“
Theologen
- Papst Franziskus, Evangelii gaudium 2013: Zuweilen verspüren wir die Versuchung, Christen zu sein, die einen sicheren Abstand zu den Wundmalen des Herrn halten.
Eröffnung der Synode 2021-2024: Man muss nicht eine andere Kirche machen, man muss eine Kirche machen, die „anders“ (verschieden) ist. - Andrea Ricardi (Sant‘Egidio): Die große Gefahr einer Krise besteht darin, dass man sich mit dem nackten Überleben begnügt, sich an das Heute klammert und dieses nur an einem Früher misst, als „alles besser“ war.
Das Christentum geht von einem „Künftigen“ aus, von etwas, das kommen wird. - Tomáš Halík: Es geht nur ein bestimmter Typ von Christentum zu Ende. Auch im Glauben muss etwas sterben, damit es in einer neuen verwandelten Form auferstehen kann. Gehört dies nicht zur Botschaft von Ostern?
- Karl Rahner: Der Fromme von morgen wird ein „Mystiker“ sein, einer, der etwas „erfahren“ hat, oder er wird nicht mehr sein.
Heilige Schrift
- Habt Vertrauen, ich bin es fürchtet euch nicht (Mt 14,28)
- Emmausjünger (Lk 24,12-35)
- Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist. (Sach 8,23)
Unsere Gewissheit als christliche Gemeinschaft in aller Ungewissheit:
- GmbH: Gesellschaft mit begründeter Hoffnung
- „IHS“: Iesum Habemus Socium – Wir haben Jesus zum Gefährten