Aus dem Leben von Irma Nesensohn
Den Lebenslauf hat Irma selbst geschrieben bis zu ihrem Umzug ins Betreute Wohnen. Der Text vom Aufenthalt im Haus Klosterreben wurde von Helga ergänzt.
Ich wurde am 5.September 1953 in meinem Elternhaus in Innerlaterns Nr. 146 geboren. Meine Eltern hatten viel Sorge um mich, da ich mit einem Herzfehler auf die Welt kam.
Ich wuchs mit meinen 4 Brüdern auf und war oft krank. In der Schule lachten mich die Mitschüler aus, weil ich körperlich und geistig nicht so gut entwickelt war. Zum Glück hatte ich einen guten Humor, der mir bis heute nicht abhandengekommen ist. Da mein Selbstbewusstsein noch sehr beeinträchtigt war, konnte ich mich nicht immer wehren. Wenn es mir möglich war, ging ich zur Hl. Messe und in die Vesper, wo ich viel Kraft und Halt bekam.
1968 mit 15 Jahren wurde ich am Kantonsspital Zürich am Herzen operiert, meine Herzkammern waren offen. Von vielen Seiten bekamen meine Familie und ich Unterstützung und Kraft.
1970 begann ich die Landwirtschaftliche Haushaltungsschule Gauenstein in Schruns. Religion war mein Lieblingsfach. Dort konnte ich viel lernen, was mir im Leben viel geholfen hat.
Danach arbeitete ich im Gastgewerbe. In meiner Freizeit brauchte ich Ruhe, die Stille, das Gebet und die Hl. Messe.
1988 zog ich mich aus dem Gastgewerbe zurück. In dieser Zeit wurde meine Mutter krank und ich war hin und her gerissen, ob ich meine Mutter pflegen soll oder am 1.Oktober meine neue Stelle im Bildungshaus Batschuns annehmen soll. Mama war sehr besorgt um mich und wollte, dass ich eine gute Arbeit habe. Mir selbst viel es nicht leicht, Mama allein zu lassen in der Zeit, in der ich arbeiten musste. Es waren viele Prüfungen, die ich zu bewältigen hatte. Am 19. März 1989 verstarb meine Mutter und ich war sehr traurig und habe viel geweint. Zum Glück hatte ich gute Menschen um mich, die ich in meiner Trauer begleiteten.
1990 im Oktober begann ich die Ausbildung beim Werk der Frohbotschaft in Batschuns.
1991-1993 absolvierte ich die Familienhelferinnenschule in Bregenz,
anschließend arbeitete ich bei der Caritas Dornbirn als Familienhelferin. Es war eine Bereicherung für mein Leben. 8 Jahre durfte ich Familien und alte Menschen helfen.
2001 bekam ich ein Sarkom am Oberschenkel und musste aus meinem Beruf ausscheiden.
In dieser Zeit war ich im Haus der Frohbotschaft und half mit so wie es meine Kraft erlaubte.
2012 zog ich ins Betreute Wohnen nach Rankweil, wo ich jetzt zuhause bin uns mich wohl fühle und nette Menschen um mich habe.
Im Juni 2024 zog Irma ins Haus Klosterreben um. Dieser Umzug war ein schwerer Schritt für sie, denn sie wusste und sagte es auch, dass dies ihr vorletztes Zuhause sein werde.
Sie kam in die Wohnung 1 und wurde sehr herzlich aufgenommen, sodass sie sich sehr bald wohl fühlte. Sie wurde so gut gepflegt und versorgt, dass sie auch ihren Humor wieder leben konnte. Durch das Personal und die vielen Besuche konnte sie auftanken und Geborgenheit und Liebe erfahren.
Wir danken allen, die Irma geschätzt und begleitet haben auf ihrem nicht einfachen Lebensweg.
Irma du lebst nun in der Geborgenheit Gottes weiter. Ruhe in Frieden.
Todesanzeige